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 Mountainbiking im Anaga-Gebirge  

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Das Anaga-Gebirge ist für Mountainbike-Touren hervorragend geeignet, wenn man auf den Wander- und Waldwegen fährt. Quer durch die Botanik sollte man nicht fahren, denn erstens ist die gesamte Region ein Naturschutzgebiet und zweitens ist es auch nicht ungefährlich, denn überraschende Abhänge oder größere Steine mitten in der Natur sind die Regel und nicht die Ausnahme.


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 Zwei Tage durch das Anaga-Gebirge


Zwei Straßen führen in das Gebirge, eine der Küste entlang von von Santa Cruz und eine von Norden aus La Laguna. Die vielleicht schönste Route ist die von Santa Cruz aus. Da es sich um eine Zwei-Tages-Fahrt handelt, ist ein Zelt unverzichtbar, denn der erste Tagesabschnitt endet bei Chamorga, wo es keine Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Wer seine Biketour durch Wanderungen unterbrechen möchte, der darf auch auf ein perfektes Schuhwerk nicht verzichten.
Diese Fahrt erfordert einiges an Kondition, aber auch eine gute Fahrtechnik, also schon etwas Erfahrung. Doch diese Route ist so schön, so sensationell, mit überraschenden Aussichten und dem ganzen Zauber der grünen Seite Teneriffas, dass ein Biker, der auch die Natur liebt, seine schönsten Urlaubstage im Anaga-Gebirge verbringen wird.


Die Tour - Tag 1

Am Hafen von Santa Cruz beginnt die Fahrt auf der verkehrsreichen Straße nach "Barrio de San Andres" mit der künstlich angelegten Lagune mit Saharasand. Einen kurzen Badestopp sollte man allerdings erst beim nächsten Ziel einplanen, wo man auch keine Badehose benötigt: Es ist die "Playa de Antequera" in der Nähe von Igueste. Der Weg dorthin ist schon eine kleine Herausforderung: Zuerst geht es ziemlich steil nach oben, etwa 300 Höhenmeter, und anschließend stürzt der Weg steil nach unten mit herrlichen Aussichten auf das Tal von Igueste. Im Dorf selbst endet die Straße. Man stößt jedoch automatisch auf ein kleines Rinnsal, dort fährt man links das Tal hinauf bis auch dieser Weg aufhört.
Hier sollte man kurz das Bike stehen lassen und auf einem kleinen Pfad durch ein kleines Obstgarten-Paradies spazieren: Es ist wunderschön in Gärten mit solch exotischen Früchten wie Papajas, Orangen, Mangos oder Bananen zu schauen. Die Lage des Tals schützt alles, was hier wächst, und für die Wasserversorgung ist ein kleines Bächlein zuständig, das ganzjährig Wasser führt.
Doch dann geht es wieder mit dem Bike zurück nach Igueste. Obwohl man erst etwa 30 Kilometer in den Beinen hat, sind es bestimmt gefühlte 50 Kilometer, und jetzt erst beginnt eine große Herausforderung. Auf einer kleinen Straße fährt man in Richtung Norden hoch zum Gebirgskamm mit dem Namen "Punto Chamorga": elf Kilometer hinauf auf 600 Meter Meereshöhe, unzählige Kurven und immer die Sonne im Rücken, kaum Wasserstellen und immer den Blick, suchend nach möglich aufkommenden Nebel. Die Fahrt hier herauf ist ein echter Beweis über den Stand von Kondition und Technik. Biker, die hier oben ankommen, ohne abzusteigen, sind über die Amateur- und Freizeittreter erhaben. Für alle gleich ist jedoch die tolle Aussicht.
Ziel ist nun das das Minidorf Chamorga mit seinen weniger als 100 Einwohnern. Man fährt weiter über die enge Kammstraße "TF-123" bis zu ihrem Ende - aber vorsichtig sein, viele Auto- und Motorradfahrer brauchen die ganze Straßenbreite.
Von "Punto Chamorga" führt eine sehr enge Straße über den Bergrücken bis Chamorga und einem sehr schönen Zeltplatz, der unter riesigen Lorbeer- und Steineichenbäumen liegt. Und wer noch einige Körner übrig hat, kann auf den über 900 Meter hohen "Chinobre" wandern und herrliche Aussichten auf Gran Canaria und auf den Teide genießen.
Dort, wo der ausgeschilderte Wanderweg zum Gipfel des Chinobre beginnt, führt auch einer der schönsten Waldwege Teneriffas hinab zur wilden Nordküste nach El Draguillo. Diese einmalige Abfahrt sollte kein Biker versäumen, auch wenn man die gesamte Strecke wieder zurück muss. Denn das, was man unterwegs und an der Küste zu sehen bekommt, ist wirklich einzigartig. Hier erlebt man eine fast unberührte Natur, die einen Pflanzenführer Teneriffa unverzichtbar macht. Und unten an der Küste steht dann ein wunderbarer Drachenbaum, der einen kleineren Barranco beschirmt.
Einer der Wanderwege von Chamorga aus geht nach Taganana. Noch sieht man hier die traurigen Resten des Lorbeerwaldes, der einstmals die Insel überzog. Heute sind es gerade noch zwei Prozent! Zu entdecken gibt es viel abseits der Kammstraße. Aber immer daran denken, es ist sehr steil und oft rutschig, aber einmal sein Bike zu schieben, das ist hier anerkannt. Im Frühjahr stößt man auf zahlreiche Bäche mit trinkbarem Gebirgswasser, die im Sommer jedoch oft nur spärlich fließen.


Die Tour - Tag 2

Leider hat man keine andere Wahl, als den am Tag zuvor gefahrenen Weg wieder zurückzufahren. Und zwar bis zum "Mirador del Bailadero", wo die "TF 134" hinunter nach Taganana führt. Der Ort war bis zum Bau der Straße eine Geisterstadt, heute ein Vorort von La Laguna. Man sollte sich auf keinen Fall zur Zeit der Rushhour auf den Weg machen, dann ist der Verkehr ziemlich stark. Nur mit wenig Verkehr kann man sieben Kilometer lang bis an die Küste hinunter rasen. 600 Höhenmeter, die des Bikers Herz zum Jubeln bringen. Obwohl man sich auf Teneriffa große Mühe gibt, die Straßen in einem guten Zustand zu halten, sind Schlaglöcher und überraschende Bodenwellen durchaus zu beachten.

Wer es etwas einfacher haben möchte, kann von Taganana aus den Bus nehmen, um wieder auf den Bergkamm zu kommen, denn die Fahrt geht weiter nach La Laguna. Man muss aber sehr nett zum Busfahrer sein, damit er auch ein Bike akzeptiert. Die Erfahrung zeigt, dass eine weibliche Bikerin fragen sollte.

Die Aussichtspunkte "Mirador de Abicor", "Mirador de Cruz del Carmen", "Mirador del Pico del InglÚs" und der "Mirador del Lomo Alto", die alle an der Straße nach La Laguna liegen, sind allesamt einen Pflichtstopp wert.
Erreicht man La Laguna, hat man, wenn nur die Hauptstraßen befahren wurden, etwa 80 Kilometer zurückgelegt - wenn man noch die diversen Abstecher gefahren ist, kommt man locker auf 100. La Laguna zu besichtigen sollte man sich für einen anderen Tag vornehmen, denn selbst bei zügiger Fahrweise geht der Tag langsam zu Ende. Aber von hier ist es auch nicht mehr weit zurück nach Santa Cruz.


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