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 Barranco del Infierno -
 Höllenschlucht bei Adeje  

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Adeje und sein Barranco - für Wanderer, Naturfreunde und für Urlauber, die gerne etwas Außergewöhnliches sehen möchten, ein absolutes Muss. Kontrastprogramm zu Wanderungen durch die Cañadas oder zum Teide hinauf, vielleicht Kontrast zu allen anderen Wanderungen auf Teneriffa.

Ende Oktober 2015 wurde der Wanderweg durch die Schlucht nach einem tödlichen Unfall nach einem Bergrutsch gesperrt.


Mikrokosmos "Barranco del Infierno"


Möglich wurde dieses Naturschauspiel durch Erosionen vieler 1000 Jahre. Denn es gab Zeiten auf Teneriffa, da regnete es um einiges mehr als heute. Und wie: Fast täglich gab es wolkenbruchartige Regenfälle über den Bergen von Adeje. Reißende Bäche stürzten die Abhänge hinunter und gruben tiefe Schluchten. Und eine davon ist der "Barranco del Infierno", die Höllenschlucht, wo sich unberührt von menschlicher Hand ein eigener Mikrokosmos bildete, der heute Tausende von Urlaubern magisch anzieht.


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Es war einmal - Wasser im Überfluss


Doch schon vor den Touristen erkannten die Guanchen die Vorteile der Schlucht, konnten sie doch ihr Vieh durch die saftige Pflanzenwelt mit idealen Tränken am kleinen Bach treiben und dann weiter zu einem üppigen kanarischen Weidenwald. Die Wassermenge muss so groß gewesen sein, dass bereits vor etwa 500 Jahren eine Art Wasserleitung gebaut wurde, um die Zuckerrohrplantagen der spanischen Kolonialisten mit dem wertvollen Nass zu versorgen. Selbst nach dem Zweiten Weltkrieg gab es hier noch so viel Wasser, dass man damit Adeje komplett versorgen konnte, was heute nicht mehr möglich ist.


Was man wissen muss!


Hin- und Rückweg identisch, und das Ende der Schlucht ist an einer steilen Felsenwand mit einem zweistufigen Wasserfall erreicht, dann heißt es wieder zurück. Der deutsche Alpenverein stuft die insgesamt über sechs Kilometer lange Wanderung als mittleren Schwierigkeitsgrad ein, für die man etwa drei Stunden benötigt und ohne entsprechende Schuhe nicht möglich ist. Zur Ausrüstung gehört unbedingt eine Kopfbedeckung, man sollte sich vorher mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor eincremen und vor allem genügend Getränke mitnehmen. Denn eine Verpflegungsmöglichkeit gibt es im Barranco nicht.

Die Behörden von Adeje haben schnell erkannt, dass das der Barranco ein Naturdenkmal ist und somit unter Schutz gestellt werden muss. Nur 200 Besucher dürfen täglich die Schlucht begehen, bei einem kleinen Eintritt, der ausschließlich zum Schutze der Natur verwendet wird.

Direkt am Eingang zur Schlucht befindet sich ein Kiosk, wo man die Karten bekommt - wenn man noch welche bekommt. Erst wenn man sich den grellen grünen Aufkleber ans Revers heften kann, ist ein Zugang möglich. Um 14.00 können die letzten Wanderer Einlass finden, und um 16 Uhr kommt wie aus dem Nichts ein Mitarbeiter der Verwaltung und führt auch die letzten Besucher höflich, aber bestimmt, zum Ausgang zurück.

Um eine Enttäuschung zu vermeiden, wenn es keine Karten mehr gibt, kann sogar aus Deutschland für einen bestimmten Tag eine telefonische Reservierung vornehmen: (0034) 9 22 78 28 85 , Mo - Fr 8:30 - 18:30 Uhr. Über das Internet ist dies noch nicht möglich.


Der Wanderweg


Es ist wahrlich ein faszinierender Wanderweg, der an unglaublich steilen Felsen entlang führt. Die Fauna und Flora im Barranco ist zum Teil endemisch - sie gibt es auf der ganzen Erde nur hier. Anfangs jedoch ist der Weg staubig und trocken, Geckos flitzen blitzschnell über den Weg, der oft nur mühsam über die zahlreichen Steine zu bewältigen ist. Man sieht jedoch wunderschöne Pflanzen, die erst in der Trockenheit ihre Schönheit entfalten. Der Weg ist wirklich anstrengend, und man ist dankbar, dass in weiser Voraussicht einige Plätze zum Luftholen geschaffen wurden.

Nach etwa 30 Minuten erreicht man den ersten Höhepunkt der Wanderung, einem Aussichtspunkt, der einen grandiosen Ausblick auf Adeje, die Küstenregionen und auf das ewig blaue Meer bietet. Und für viele Besucher überraschend, man steht zwischen den auch in Deutschland bekannten Strauchmargeriten und wundert sich, dass sich Margeriten der Trockenheit so perfekt anpassen können. Sie brauchen etwa 95 Prozent weniger Wasser als ihre deutschen "Kollegen", das ist nur unerheblich mehr als die verschiedensten Kakteenarten benötigen, die hier ebenfalls angesiedelt sind.

Die Wanderung führt von hier weiter durch eine sich nochmals verändernde Landschaft, die man völlig der Natur überlassen hat. Jetzt wird es feucht, und man kommt zu dem bereits von den Guanchen entdeckten Weidenwald, der größte auf den Kanaren. Spätestens jetzt ist man froh, wenn man gute Schuhe gewählt hat, denn man muss des öfteren den Bach durchqueren, und dessen Grund ist durch seine glatten Steine ziemlich rutschig.


Die Wasserfälle


Und plötzlich steht man vor einer steilen Felswand und dem Ziel der Wanderung, dem Wasserfall. Man darf jedoch keine herabstürzende Fluten erwarten. Durchsichtig fließt das Wasser an der alten Felswand hinunter, um sich in einem kleinen See zu sammeln. Jetzt scheint die Natur so nahe wie nie, und die Wanderer sind froh, die Strapazen des Wege auf sich genommen zu haben, so schön ist es hier. Gerne würde man in den kleinen Teich springen, aber dies ist leider nicht gestattet.

Noch ist jedoch das endgültige Ziel nicht erreicht. Der weitere Weg ist durch seine schattige Lage zwar angenehmer, aber die herumliegenden Felsbrocken müssen auch bewältigt werden. Die Belohnung für die Mühen lässt jedoch nicht lange auf sich warten: der Wasserfall mit zwei Stufen, der aus einem gewölbeähnlichen Felsen herausplätschert. Doch das Ende des Weges ist immer noch nicht erreicht. Es gibt noch einen zweistufigen Wasserfall, der in einem höhlenähnlichen Felsgewölbe entspringt - einmalig schön!

Nachdem man dieses wunderbare Naturschauspiel genossen hat, muss man den Rückweg antreten. Obwohl es die selbe Route ist, wird man immer wieder etwas Neues entdecken - im Mikrokosmos des "Barranco del Infierno" bei Adeje.




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