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 Ein Parador in purer Mondlandschaft:
 Das seltsame Hotel "Cañadas del Teide"  

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Mondlandschaft Wer noch nie auf dem Mond war, und das betrifft wohl die meisten Menschen, wird rund um den Teide einen perfekten Ersatz finden. Schwarze, braune, rötliche und gelbliche Lavafelder, ein grandioses Spektakel, wie es nur die Natur liefern kann. Die "Macher" dieser Landschaft waren und sind Wind und Erosion, die Steine geschaffen haben, denen die Tinerfeños alle Namen gegeben haben. Man muss jedoch etwas Phantasie mitbringen, um Kamele, Adler oder Gesichter zu erkennen. Nur an ganz wenigen Flecken dieser Erde zeigt sich die Natur dem Mond so ähnlich - ob im alten Krater mit einem Durchmesser von etwa 16 Kilometern oder dem kleinen, der ganz oben durch seine stinkenden Schwefeldämpfe daran erinnert, dass der Vulkan immer noch lebt. Anerkannte Vulkanologen erinnern immer wieder daran, dass der Teide selbst wieder aktiv werden könnte, denn der Boden im Krater wieder ständig heißer. Messungen im Jahre 2007 ergaben, dass er zwischenzeitlich Temperaturen von über 90 Grad Celsius erreicht hat - mit steigender Tendenz!


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Die "Hölle"

Der Name "Teide" kommt aus der Sprache der Guanchen: "Echeyde". Es ist das Wort für Hölle, was alles über die Wirkung des Vulkans auf die Urbevölkerung Teneriffas aussagt. Eine der schlimmsten Eruptionen traf im Jahre 1706 die Stadt Garachico, die fast völlig zerstört wurde, aber auch der letzte Ausbruch ist schon eine Weile her: Es war 1909 als der "Chinyero", etwa zehn Kilometer vom "Pico del Teide" entfernt, ausgebrochen ist. Aber keine Schäden anrichtete.

Das Hotel am Fuße des Vulkans

Die Teide-Mondlandschaft zeigt Leben: Wie eine Station für Raumfahrer wirkt das Hotel "Cañadas del Teide", das man auf dem bizarren Boden des alten Kraters errichtet hat. Es liegt 2200 Meter über dem Meeresspiegel des Atlantiks mit oft eiskalten Nächten und immer kühlen Tagen, aber einer überraschend trockenen Luft, die das Atmen schwer macht, vor allem wenn man von hier aus hinauf den Gipfelbereich erkunden möchte. Das Hotel "Cañadas del Teide", der wohl spektakulärste "Parador de Turismo" in ganz Spanien, ist nicht nur Übernachtungsstätte in vornehmem Ambiente, er ist auch für Ausgangspunkt vieler Gipfelstürmer, die am Abend wieder zurückkommen und dann ihre Erlebnisse in den schönsten Farben schildern. Und zurecht könne sie etwas stolz sein, ohne die Seilbahn auf 3717 Meter Höhe geklettert zu sein. Das Hotel ist aber auch ein für die Kanaren geschichtsträchtiger Ort. Im Jahre 1978 wurde hier die erste autonome, noch illegale Regierung der Kanaren gebildet.

Doping am Teide

Die Höhenlage des Hotels nutzte auch ein ehemaliger Radsport-Star im Jahre 2006 offiziell zum Höhentraining - natürlich ohne Rad. Und in seinem Zimmer im Hotel "Cañadas del Teide" hat man ihm sein Blut abgezapft, um es ihm während der Tour de France als angereicherte Infusion wieder zurückzugeben. Der Teide als "Mitwisser" des verbotenen Blutdopings.

Völlig legal sind jedoch die natürlichen Auswirkungen der Höhe auf den Körper: das Lungenvolumen steigt und damit die Kondition, und der Körper schüttet wie verrückt Adrenalin, Endorphine und alles was er an Glückshormonen bieten kann aus - hier oben ist man immer irgendwie in einem Rauschzustand - in bescheidener Form.

Ein seltsames Hotel mit grandioser Aussicht

Schon beim Betreten des Hotels verbreitet sich ein etwas seltsames Gefühl. Man irrt durch verwinkelte Gänge, wenn man eines der 37 Zimmer aufsuchen möchte. Und auf jeder zweiten Türe liest man "Privado", man stellt sich unwillkürlich die Frage, was sich dahinter verborgen hält. Irgendwo stößt man dann auf ein verstecktes Lesezimmer, auf Swimmingpool und Sauna, aber auch auf den Speisesaal mit gewaltigen Lüstern, deren Zeit auch abgelaufen scheint. Und noch seltsamer wird es, wenn man aus dem Fenster schaut und nur das Mondlicht die "Cañadas" in ein gespenstisches Licht taucht. Und man steht vor altbackenen Vitrinen, die über Lavagestein wachen, das man vor der Türe in Hülle und Fülle findet. Doch eines ist grandios: Wer im "Parador Cañadas del Teide" logiert bekommt gratis eine der schönsten Aussichten der gesamten kanarischen Inseln geboten: über die Vulkanlandschaften, bis hinunter in das Orotava-Tal.

Der "Parador Cañadas del Teide" und das Hotel sind mit dem Auto und dem Bus bequem zu erreichen. Man muss hier nicht übernachten, aber einmal das Hotel von innen zu sehen, das ist - wie oben beschrieben - schon etwas Besonderes - und die Aussicht sowieso.

Der "Teide" soll auch der erotischste Berg Spaniens sein, erinnert sein Aussehen doch an den Busen einer Frau - und wenn abends die schroffen Details an seinen Hängen im Abendlicht verschwinden, dann ist eine Ähnlichkeit nicht zu verleugnen.


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